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Branchen-News

09.09.2016

 

14 Milliarden Pfund Klage gegen MasterCard in Großbritannien

 

Der us-amerikanische Kreditkartendienstleister MasterCard ist in Großbritannien wegen überhöhter Gebühren und versteckter Kosten zur Zahlung von 14 Milliarden britische Pfund verklagt worden.

Zirka 46 Millionen Karteninhaber könnten, sofern der Klage stattgegeben wird, dann Ansprüche gegen MasterCard geltend machen.

Laut der Kanzlei Quinn Emanuel handelt es sich hierbei um die bislang größte Schadensersatzklage Großbritanniens.

Die EU-Wettbewerbsbehörde hatte 2014 festgestellt, dass MasterCard zwischen den Jahren 1992 und 2008 von Kartenakzeptanzstellen zu hohe Gebühren verlangt hat und diese Kosten auf deren Kunden umgelegt wurden.

 

MasterCard kündigte bereits an, die Klageschrift auswerten und sich entschieden dagegen zur Wehr setzen zu wollen.

 

Quelle: Spiegel Online vom 09.09.2016

16.08.2016

 

1 Jahr Paydirekt

 

Die erste Paydirekt-Transaktion wurde vor gut einem Jahr, am 17.08.2015, getätigt. Für ein neues Zahlungsmedium wurde damals wenig Getöse und Tamtam veranstaltet, wie sich nun herausstellt, ganz zurecht.

Das Gemeinschaftsprojekt der deutschen Privatbanken, der Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken ist erst seit April diesen Jahres vollständig mit allen Geldinstituten vertreten. Von Streitigkeiten über den Namen oder gar der Projektstart, Preise und Ausrichtung, nichts schien passen zu wollen, scheinbar nirgends gab es einen gemeinsamen Nenner, mit dem alle Geldinstitute zufrieden sein konnten.

 

Entsprechend fällt die Bilanz nach einem Jahr aktivem Geschäft recht mager aus. Wie die FAZ in ihrer Onlineausgabe vom 13.08.2016 berichtet, haben sich erst etwa 530.000 Girokonteninhaber für den Service angemeldet, gerade einmal 1% aller möglichen Kunden. Im Vergleich dazu zählt PayPal hierzulande 17 Millionen Kunden.

Erschütternd sind demnach auch die Transaktionszahlen, die sich gerade einmal auf 450 in der Woche summieren, süffisant stellt die FAZ hier die 270 PayPal-Transaktionen, die pro Sekunde verarbeitet werden, gegenüber.

 

Nur etwa 140 Onlineshops sollen derzeit Paydirekt als Zahlungsoption anbieten. Sogenannte Leuchttürme, also Umsatzbringer, werden gerade 2 gezählt - die anderen Größen im Internet haben entweder abgesagt, zieren sich noch oder sollen irgendwann dazustoßen.

 

Klare Kante zeigt man bei Paydirekt sowohl bei den Gebühren, die sich deutlich über denen des großen Herausforderers bewegen und beim Anmeldeprozedere, welches mitunter als mittelalterlich beschrieben wird. Im Detail heißt das dann: Paydiekt gleicht dem Gutsherr und des Händlers Funktion ist die eines Untertan.

 

Zusammengefasst: wie die FAZ treffend fragt, wer kann sich noch an click & buy oder Yapital erinnern?

 

09.08.2016

 

Kuba unerwünscht

 

Der Zahlungsanbieter PayPal hat einem Zoohändler aus Sachsen das Abrechnungskonto gesperrt weil in seinem Onlineshop kubanische Asseln angeboten werden. Diese Asselart wird bevorzugt von Reptilien verspeist und das Angebot des Händlers stammt nach eigenen Angaben aus Deutschland und nicht wie man vermuten könnte aus Kuba.

PayPal begründet diese seltsame Vorgehensweise damit, dass Waren mit einer Handelsbeschränkung - sprich aus Kuba - verkauft werden.

Wie der Händler anmerkt, hat die EU den Handel mit Kuba bereits seit 2008 freigegeben, eine mögliche Handelsbeschränkung beträfe demnach die USA.

Sämtliche Erklärungsversuche des Händlers PayPal gegenüber fruchteten nicht, erst eine Einstweilige Verfügung brachte für den Händler den gewünschten Erfolg.

 

Quelle: Springer Verlag vom 09.08.2016

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